A und B: Die zonale Anatomie der Prostata ist in der T2-gewichteten MRT gut zu erkennen. Die periphere Zone (PZ) weist eine mittlere bis hohe Signalintensität auf. Dies steht im Gegensatz zur mittleren bis geringen Signalintensität der Übergangszone (TZ) und der zentralen Zone (CZ). Die Kapsel weist ein äußeres Band mit geringer Signalintensität auf, und der periprostatische Venenplexus hat eine hohe Signalintensität.
Quelle: radiologykey.com1
Die meisten Karzinome entstehen in der PZ (70-80 %), einige jedoch auch in der TZ und (selten) in der zentralen Zone.2
organbegrenzte aggressive Tumoren bei asymptomatischen Männern mit einer mutmaßlichen Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren zu erkennen.
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Mit feinen Nadeln systematisch (und ungezielt) sehr kleine Gewebezylinder (10 bis 12) aus verschiedenen Bereichen der Prostata.
Klassifizierung von Prostatakrebs; (a): Gleason-Klassifikationssystem, (b): Klassifikationssystem der Internationalen Gesellschaft für Urologische Pathologie (ISUP).4
| Stadium | Beschreibung |
|---|---|
| T1 | Tumor ist weder tastbar noch per bildgebendem Verfahren sichtbar |
| T1a | Tumor in weniger als 5 % des Biopsie-Gewebes |
| T1b | Tumor in mehr als 5 % des Biopsie-Gewebes |
| T1c | Tumor wurde nach erhöhtem PSA-Wert durch eine Nadelbiopsie diagnostiziert |
| Stadium | Beschreibung |
|---|---|
| T2 | Tumor begrenzt auf Prostatakapsel (lokal begrenztes Karzinom) |
| T2a | Tumor in weniger als 50 % eines Seitenlappens |
| T2b | Tumor in mehr als 50 % eines Seitenlappens |
| T2c | Tumor in beiden Seitenlappen |
| Stadium | Beschreibung |
|---|---|
| T3 | Tumor wächst über Prostatakapsel hinaus (lokal fortgeschrittenes Karzinom) |
| T3a | Tumorausbreitung ein- oder beidseitig über Prostatakapsel hinaus, Samenblasen tumorfrei |
| T3b | Tumorausbreitung ein- oder beidseitig über Prostatakapsel hinaus und in Samenblasen |
| Stadium | Beschreibung |
|---|---|
| T4 | Tumorausbreitung in Nachbarstrukturen oder nicht verschiebbar (fixiert) |
PSA ≤10 ng/ml und Gleason-Score 6 und cT-Kategorie 1c, 2a.
PSA >10 ng/ml - 20 ng/ml oder Gleason-Score 7 oder cT-Kategorie 2b.
PSA > 20 ng/ml oder Gleason-Score ≥8 oder cT-Kategorie 2c
Patienten mit einem lokal begrenzten Niedrigrisiko-Prostatakarzinom (ISUP Gruppe 1 und low risk nach d’Amico-Kriterien) sollen aktiv überwacht werden.
Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom der ISUP Gruppe 2 und günstigem Risikoprofil
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Der Tumor soll nach Beginn der Aktiven Überwachung und innerhalb der ersten 2 Jahre bei ISUP Gruppe 1 alle 6 Monate und bei ISUP Gruppe 2 alle 3 Monate durch PSA-Bestimmung kontrolliert werden.
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
30-61 % der Patienten im Verlauf damit rechnen, sich einer aktiven Therapie unterziehen zu müssen
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Die radikale Prostatektomie sollte vor allem bei Prostatakarzinomen eingesetzt werden, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine R0-Resektion erreicht werden kann.
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Patienten mit einem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils, die eine radikale Prostatektomie wünschen, sollen über das erhöhte Risiko für positive Resektionsränder und für ein Krankheitsrezidiv sowie die daraus häufig resultierenden zusätzlich notwendigen Maßnahmen (z. B. hormonablative Therapie, Strahlentherapie) aufgeklärt werden.
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Patienten mit Prostatakarzinom aller Risikogruppen sollen bei Verwendung einer Standardfraktionierung mit einer Dosis von mindestens 74,0 Gy bis ca. 80 Gy bestrahlt werden.
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
in Kombination mit einer langfristigen hormonablativen Therapie von mindestens 24, besser 36 Monaten
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Als adjuvante perkutane Strahlentherapie wird die Strahlentherapie nach radikaler Prostatektomie nach Erreichen des definierten PSA-Nullbereichs bezeichnet.
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
PSA-Wert <0,1 ng/ml oder <0,2 ng/ml nicht erreicht
Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom3
Bei ADT